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Thomas Tekster

Facebookregeln – ein Informationsfilm von und für hörgeschädigte Schüler

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Nov 182012
 

(c) Clemens Mirwald / pixelio.de

Die Schülerinnen und Schüler der Münsterlandschule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation haben im Unterricht Facebook-Regeln erarbeitet und in kurzen Spielszenen verfilmt. In den Filmsequenzen beschreiben sie wichtige Verhaltensregeln auf Facebook und mögliche Folgen, wenn man sie nicht beherzigt: „Nicht mit fremden Personen treffen!“, „Keine Adresse angeben“, „Niemanden beleidigen oder beschimpfen!“, „Nur eigene Bilder hochladen!“ und – „Akzeptiere nicht jede Freunschaftseinladung!“. Die Filmproduktion ist von den Schülerinnen und Schülern selbstständig geplant, gedreht und geschnitten worden und wurde von Anna Lammen begleitet.

Für ihre Filmproduktion sind die Schüler mit dem media literacy award von medienmanual.at in der Kategorie Inclusion ausgezeichnet worden. In der Jurybegründung heißt es:

Die gehörlosen SchülerInnen der Klassen 6 und 7 der Münsterlandschule setzen in eindrucksvoller Weise die wichtigsten Facebookregeln in eine jugendgerechte Filmsprache um. In kurzen Spots werden die Nutzungsregeln von Facebook und mögliche Folgen einer Überschreitung realistisch dargestellt. Die SchülerInnen inszenieren lustvoll und auf gut nachvollziehbare Art und Weise die möglichen Konsequenzen, die bei Bekanntgabe der Adresse und anderer persönlicher Daten, einem Treffen mit einer fremden Person oder Beschimpfungen und Missbrauch von Fotos anderer Personen auftreten können. Die Netiquette von Facebook wird auf Youtube für alle zugänglich gemacht. Die Jury würdigt nicht nur die gute und allgemein zugängliche Internetaufbereitung des Leitfadens, sondern auch die medienpädagogische Auseinandersetzung der SchülerInnen mit den Medien Film und Internet. Beeindruckt hat auch der Einsatz der Gebärdensprache ohne gekünstelte Dolmetschung, sondern als natürliche Alltagssprache der gehörlosen SchülerInnen.

mediamanual.at schreibt jährlich den media literacy award für die besten und innovativsten medienpädagogischen Projekte an europäischen Schulen aus. Die Filmproduktion kann hier angesehen werden: http://www.lwl.org/LWL/Jugend/muensterlandschule/sekundarstufe/facebook-project/

Kaufhilfe oder Verwirrungsstifter? – ein Filmspot über Bewertungsportale im Netz

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Nov 172012
 

(c) Clemens Mirwald / pixelio.de

Die Filmproduktion „Bewertungsportale im Internet“ ist im Rahmen der Aufklärungs- und Informationskampagne „Surfer haben Rechte“ im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverband von Claus Worenski produziert und im April 2012 erstmals der Öffentlichkeit gezeigt worden. Die Kampagne möchte Bürgerinnen und Bürger für den bewussten und sparsamen Umgang mit persönlichen Daten sensibilisieren und sie über ihre Rechte als Verbraucher aufklären.

Der Filmspot zeigt einen jungen Mann in der Elektronikabteilung eines bekannten Kaufhauses, der interessiert ein Mobiltelefon in die Hand nimmt und sofort von drei anderen Kunden belagert und mit Empfehlungen und persönlichen Erfahrungen bombardiert wird. Alle reden durcheinander, der junge Mann versteht kein einziges Wort und legt das Telefon schnell an seinen Platz zurück. Im Nu verschwinden die „Einflüsterer“. Was der Film mit Humor und Witz aufgreift, ist in einer Situation mit Beratungsbedarf ein echtes Problem: positive Kundenbewertungen können unangemessen, intransparent oder gefälscht sein. Sie können beispielsweise im Auftrag von Dritten angefertigt worden sein oder gleich von den Firmen selbst stammen. Fingierte Kundenbewertungen werden gemeinhin auch als Astroturfing bezeichnet und sind nichts anderes als Schleichwerbung und damit rechtswidrig im Sinne des § 4 Nr. 3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Fremde Bewertungen können auch zu Voreingenommenheit und Vorurteilen führen.

Die Webseite „surfer-haben-rechte.de“ informiert über Preisvergleichs- und Bewertungsportale, zeigt Probleme auf und gibt in einer Checkliste Handlungsempfehlungen für den richtigen Umgang mit diesen Diensten.

Der Filmspot hat eine Länge von 1:48 min und wird im Kinoprogramm am Tag der Medienkompetenz zu sehen sein.

Wer neugierig auf den Regisseur geworden ist, kann sich weitere Produktionen von Claus Worenski auf seinem youtube-Kanal ansehen.

Beteiligungskultur oder Echogesellschaft? Die Experten präsentieren ihre Positionen zum Thema “teilhaben”

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Nov 162012
 

Die Möglichkeiten der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe sind durch das Internet größer geworden. Jürgen Ertelt weist diesbezüglich darauf hin, das „neue kommunikative Optionen“ durchaus „Verstärker für politische Veränderungen werden können.“ Deshalb richtet sich sein Interesse insbesondere auf „Fragen einer konstruktiven Übersetzung der Chancen vernetzter Kommunikation“ in politisches Handeln. Allerdings kann „Teilhabe“ niemals von der Machtfrage losgelöst betrachtet werden, weil Partizipation in der repräsentativen Demokratie immer den politischen Willen voraussetzt, diese zuzulassen.

„Wir brauchen einen verlässlichen rechtlichen Rahmen für Verfahren der (online-) Bürgerbeteiligung. (…) Ohne leicht zugängliche  Informationsgrundlagen und geöffnete Prozesse in Verwaltungen wird ePartizipation wenig vorankommen. Immer braucht es einen politischen Willen zur Partizipation, eine erfüllbare Wirkung und einen verhandelbaren Grund für die Meinungsfindungs- und Entscheidungsabläufe. Die Verteilung von Placebos bei unumgänglicher Faktenlage und rechtlicher Eindeutigkeit ist einer wachsenden Beteiligungskultur nicht förderlich; negatives Beispiel sind hier Bürgerhaushalte, die nur Streichlisten bereithalten.“

Zugleich wächst aber auch die Skepsis, ob über die Vermittlung einer digitalen Kommunikations- und Informationsinfrastruktur tatsächlich eine gesteigerte Beteiligung möglich ist. Dem stehen nach Dr. Stephan Eisel nicht nur „Manipulationsgefahren, die sich beispielsweise aus der Anonymität und dem Hang zu fragmentierten Echogesellschaften ergeben“, entgegen, sondern auch eine geringe digital literacy in der Bevölkerung. Teilhabe sei aber sehr voraussetzungsreich. Ein rationaler Dialog sei nur möglich, wenn eine solide Allgemeinbildung und die Bereitschaft zum Zuhören vorhanden ist.

„Am wichtigsten ist die Verständigung auf einen rationalen Dialog. Kaum etwas polarisiert auch emotional so wie Debatten über das Internet. Wer auf Probleme des Internets hinweist, wird schnell als Ewiggestriger abgestempelt. Wer sich viel im Netz bewegt, gerät schnell in den Verdacht den Kontakt zum wirklichen Leben verloren zu haben. Solche Klischees führen nicht weiter, notwendig ist die Bereitschaft Aller sich ohne solche Vorurteile auf den Austausch von Argument und Gegenargument einzulassen.“

Die kompletten Positionspapiere der beiden Experten sind nun online nachzulesen. Sie bilden die Grundlage für die Debatte zum Thema „teilhaben“ am Nachmittag des Tags der Medienkompetenz im Landtag Nordrhein-Westfalen.

•    Zum Positionspapier von Jürgen Ertelt
•    Zum Positionspapier von Dr. Stephan Eisel

Die Experten und das Team des Tags der Medienkompetenz freuen sich schon jetzt auf Kommentare und Diskussionsbeiträge: hier im Blog oder über Facebook und Twitter.

Facebook-Kommunikation – interpretiert von Schülerinnen der Königin-Luise-Schule Köln

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Nov 152012
 

(c) Clemens Mirwald / pixelio.de

EGOBITS ist ein Schulprojekt im Rahmen des Gesamtprojektes „KunstFilmSchule“ an der Königin-Luise-Schule Köln. Im Schuljahr 2010/11 setzten sich Schülerinnen und Schüler aus Mittel- und Oberstufe mit ihren Erfahrungen auseinander, die sie in und mit sozialen Medien gesammelt hatten. Entstanden sind mehrere kleinere Filme zum Thema, sowie der halbstündige Kurzspielfilm „EGOBITCH“, der auf professionellem Niveau und mit Schülern als Schauspieler eine Geschichte über Schein und Sein erzählt.

Die Videoübung wird am 26. November 2012 im Kinosaal des Landtages zu sehen sein. Das Video ist eine Produktion von Patrick Doberenz (Gegenschuss Film- und Fernsehproduktion) und der Königin Luise Schule Köln im Auftrag der KOMED im Mediapark GmbH im Rahmen des Projekts „KunstFilmSchule“. Das Video kann auch hier angesehen werden: https://docs.google.com/open?id=0BwF84-1jffq0VXh1YVdTS1RrLW8

 

 

Medienkritik auf den Punkt gebracht – Der typische Tatort in 123 Sekunden

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Nov 022012
 

Clemens Mirwald / pixelio.de

Eine junge Frau hüpft fröhlich und unbeschwert durch städtische Grünanlagen, trifft auf eine blutverschmierte Leiche und schreit entsetzt auf: „Kunstblut!“. Die nächsten zwei Minuten sind eine wilde Abfolge von stereotypen Einstellungen, emotionalen Ausbrüchen und sozialkritischen Einschüben, die jeder Kenner des öffentlich-rechtlichen Tatorts nur mit Schmunzeln quittieren kann, weil er sie so oder so ähnlich aus dem Fernsehen kennt. Weil es so schön ist, wird die Folge „Der typische Tatort in 123 Sekunden“ im Kino des Landtages am 26. November zu sehen sein.

Der Mann, der sich diese Szenen ausgedacht hat, heißt Philipp Walulis. Walulis konzipiert und moderiert die gleichnamige Sendung „Walulis sieht fern“ frei nach dem Motto: „Fernsehen macht blöd – aber auch unglaublich viel Spaß!“ Für seine Radio- und Fernsehformate wurde er u. a. 2006 mit dem Bayerischen Hörfunkpreis in der Kategorie „Unterhaltung/Comedy“ und 2009 mit dem Fernseh-Anerkennungspreis der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien ausgezeichnet. 2012 folgte der Grimme-Preis in der Kategorie „Unterhaltung“ für „Walulis sieht fern“.

„Walulis sieht fern“ ist eine mehrteilige, 30-minütige Comedysendung, die die gängigen Fernsehformate der privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehsender wie etwa Doku-Soaps oder Scripted Reality aufs Korn nimmt und dabei Hintergründe und Funktionsweise von Fernsehsendungen zeigt. Was in medienpädagogischen Veröffentlichungen regelmäßig viele Seiten Raum einnimmt, gelingt der Sendung „Walulis sieht fern“ in wenigen Minuten: Ein Verständnis für das Konstruktionsprinzip von Gerichtsshows, Castingsshows oder Reality-Formaten zu wecken und die Funktionsprinzipien auf unterhaltsame und satirische Weise offen zu legen. Die Darstellerinnen und Darsteller erklären nämlich während ihres Spiels den Zweck der jeweiligen Einstellungen, warum sie dies tun oder jenes sagen müssen und entlarven damit die Dramaturgie der klassischen Fernsehformate, ohne dabei in einen Aufklärungsgestus oder Zynismus zu verfallen.

In der Begründung der Grimme-Preis-Jury heißt es folgerichtig: „Philipp Walulis und seine Mitstreiter beobachten so präzise, dass ihre Form der Satire als wertvoller Beitrag zu Medienkritik und Medienpädagogik durchgehen kann.“

„Walulis sieht fern“ ist eine Produktion des Aus- und Fortbildungskanals afk tv und läuft jeden zweiten Mittwoch um 20:15 Uhr auf EinsPlus, einem Kanal der ARD. Die Highlights der Sendung sind auch im Youtube-Kanal der Sendung zu sehen.

 

Alternativlos im Netz – warum Apple, Google, Facebook und Amazon so erfolgreich sind.

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Okt 282012
 

(c) Clemens Mirwald / pixelio.de

Das Video „Apple.Google.Facebook.Amazon“, eine Produktion der Blinkenlichten Produktionen GmbH & Co. KG im Auftrag der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM), gibt einen Überblick über Strategien und Geschäftsmodelle der „Großen Vier“ und deren Bedeutung für die Nutzerinnen und Nutzer. Das Video bereitet die komplexen Zusammenhänge leicht verständlich auf.

Das Video ist im Rahmen der Reihe „Digitalkompakt LfM“ der Landesanstalt für Medien NRW (LfM) produziert worden. Die Broschürenreihe bringt aktuelle Themen rund um die Digitalisierung „einfach auf den Punkt“ und möchte damit dem Nutzer Orientierung in der Themenwelt zwischen mobilem Internet und sozial und lokal geprägten neuen Medien bieten. Die Broschüre steht hier zum Download zur Verfügung und kann über den Warenkorb der LfM kostenlos bestellt werden.

Das 2012 produzierte Video hat eine Länge von 5:36 min und wird im Kinoprogramm am Tag der Medienkompetenz im Landtag zu sehen sein. Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen präsentiert sich und ihr Angebot zum Thema Medienkompetenz in der Ausstellung.

Der etwas andere Verbraucheralltag – Verstehen, was online passiert

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Okt 242012
 
Der etwas andere Verbraucheralltag

(c) Clemens Mirwald / pixelio.de

Die Filmproduktion „Der etwas andere Verbraucheralltag“ ist im Rahmen der Aufklärungs- und Informationskampagne „Surfer haben Rechte“ im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverband von Claus Worenski produziert und im August 2010 erstmals der Öffentlichkeit gezeigt worden. Die Kampagne möchte Bürgerinnen und Bürger für den bewussten und sparsamen Umgang mit persönlichen Daten sensibilisieren und sie über ihre Rechte als Verbraucher aufklären.

Der Filmspot zeigt einen „normalen“ Einkauf eines jungen Mannes in einem Supermarkt, der sich nach und nach als ein mittelprächtiger Spießrutenlauf entpuppt. Der Mann läuft durch den Supermarkt und wundert sich über die teils ablehnenden, teils neugierigen Reaktionen seiner Umgebung. Ein mündiger Verbraucher sieht anders aus. Der Spot „Der etwas andere Verbraucheralltag“ möchte Internetnutzer darauf aufmerksam machen, dass sie viel häufiger „nackt“ dastehen, als es ihnen bewusst ist. Unter dem Motto „Besser verstehen, was online passiert. Besser wissen, was Anbieter und Nutzer dürfen“ informiert die Webseite www.surfer-haben-rechte.de über Dienste und Anbieter, verschiedene Rechtsthemen (Datenschutz, Jugendschutz, Urheberrecht und Vertragsrecht) und hält ein umfangreiches Serviceangebot für Verbraucherinnen und Verbraucher vor. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanziell gefördert.

Der Filmspot hat eine Länge von 1:30 min und wird im Kinoprogramm am Tag der Medienkompetenz zu sehen sein.

Wer neugierig auf den Regisseur geworden ist, kann sich weitere Produktionen von Claus Worenski auf seinem youtube-Kanal ansehen.

 

Okt 172012
 

(c) Adolf Riess / pixelio.de

Die Entstehung der Projektgruppe „Lernort Bibliothek“ geht zurück auf eine Initiative des Dezernats 48 Öffentliche Bibliotheken bei der Bezirksregierung Düsseldorf und der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Rahmen des Projekts erarbeiten eine Reihe von Projektbibliotheken Konzepte für das informelle und individuelle Lernen in öffentlichen Bibliotheken und entwickeln digitale Services und Angebote für die Bibliotheksnutzer mit dem Ziel, reale und virtuelle Angebote stärker miteinander zu verknüpfen.

In einem bundesweit einmaligen Teilprojekt dieser Projektgruppe haben sich 24 öffentliche Bibliotheken aus ganz NRW auf Initiative der Bezirksregierung Düsseldorf in einem Projektverbund zusammengeschlossen und bieten seit März 2012 einen neuen interaktiven Bibliothekskatalog an, den Bibliotheksnutzer aktiv mitgestalten können. Das Teilprojekt wird über einen Zeitraum von zwei Jahren gefördert vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Grundlage des neuen Bibliothekskatalogs sind einige Bestandteile des US-amerikanischen Onlinedienstes LibraryThing for Libraries, eines Angebots zur Kataloganreicherung.

Was Amazon kann, können Bibliotheken jetzt auch

Bibliotheksnutzer haben die Möglichkeit, in den neuen Bibliothekskatalogen über eine Fünf-Sterne-Skala Titel zu bewerten und mit einer Rezension zu versehen, wobei die Rezensionen von den Bibliotheken moderiert werden. Dabei ist es denkbar, auch Rezensionen aus anderen Sprachen der LibraryThing-Community wie etwa Französisch oder Türkisch zu importieren und anzuzeigen. Gleichzeitig können die Nutzer über englisch- und deutschsprachige Schlagworte, die von den LibraryThing-Nutzern stammen, Titel recherchieren. Zusätzlich gibt es Verweise auf weitere empfehlenswerte Titel bzw. Medien in anderen Sprachen, Ausgaben oder Auflagen, die sich im Bestand der jeweiligen Projektbibliotheken befinden. Alle Rezensionen stehen allen Projektbibliotheken zur Verfügung. Seit Projektbeginn wurden rund 2000 Rezensionen von den Bibliotheksnutzern der 24 Projektbibliotheken geschrieben (Stand: September 2012).

In dem Teilprojekt nehmen folgende öffentliche Bibliotheken teil: Bergheim, Dinslaken, Dormagen, Dortmund, Düsseldorf, Emmerich, Goch, Grevenbroich, Gütersloh, Hattingen, Kamp-Lintfort, Köln, Krefeld, Meerbusch, Moers, Münster, Nettetal, Neukirchen-Vluyn, Neuss, Rees, Rheinbach, Rheinberg, Schermbeck, Tönisvorst, Viersen.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie in den Nachrichten für öffentliche Bibliotheken in NRW des Dezernats 48 der Bezirksregierung Düsseldorf. In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift BuB berichten Simon Brenner und Dirk Ehlen über das Pilotprojekt „LibraryThing for Libraries“ in NRW. Brenner, Simon; Ehlen, Dirk (2012): Kunden entdecken den Bibliothekskatalog neu. Der (inter)aktive Katalog mit LibraryThing for Libraries – ein Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen. In: BuB, Jg. 64, NR. 10 (Oktober) 2012, S. 705-708.

„Lernort Bibliothek“ beim Tag der Medienkompetenz

Wie die Kataloganreicherung funktioniert, erklärt ein Bibliotheks-Team auch in der Ausstellung am Tag der Medienkompetenz. Besucher(innen) können dort selbst Rezensionen einstellen oder recherchieren. Außerdem werden E-Book-Reader, die ebenfalls an immer mehr Bibliotheken ausgeliehen werden können, vorgestellt.

Im Rahmen der Aktionen vor Ort informiert sich auch die Abgeordnete Marie-Luise Fasse (CDU) über den Schritt der Bibliotheken in die digitale Zukunft. Sie besucht am 2. November die Stadtbibliothek Rheinberg.

Legale Musik aus dem Netz „frisch gezapft“ mit Musikzapfsäule.de

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Sep 272012
 

Das Projekt „Musikzapfsäule“ informiert Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen über alternative Wege der legalen Beschaffung von aktueller und neuer Musik aus dem Internet und setzt dabei auf das Prinzip der Peer-Education. In der Ausstellung im Landtag wird die Musik frisch aus einer ausrangierten Tanksäule „gezapft“.

(c) Evangelische Kirche von Westfalen
Die Musikzapfsäule

Kinder und Jugendlichen haben im Durchschnitt etwa 200 bis 400 Musikstücke von bekannten Musiker(innen) auf ihren Handys oder MP3-Playern gespeichert, ohne dafür bezahlt zu haben und in der Regel ohne Unrechtsbewusstsein. Über die Problematik des Kopierschutzes oder illegaler Musikquellen wird kaum nachgedacht. Dabei machen sie nicht nur sich, sondern auch ihre Eltern als Inhaber des Internetanschlusses möglicherweise strafbar. Auf der anderen Seite sind den Jugendlichen regionale oder lokale Independent-Musikgruppen oft völlig unbekannt. Sie kennen diese Musiker nicht und hören auch nicht ihre Musik. Das Projekt „musikzapfsäule.de“ will Jugendliche für diese Fragen und Probleme sensibilisieren und ihren Horizont hinsichtlich der Beschaffung von Musik erweitern helfen.

Die „Musikzapfsäule“ setzt echte ausrangierte Tankzapfsäulen ein, baut sie entsprechend den eigenen Bedürfnissen um und setzt sie in Jugendeinrichtungen und Schulen ein. In das Gehäuse der ausgedienten Zapfsäulen wird ein PC eingebaut, von dem aus die Jugendlichen CC-Musik (Creative Commons) herunterladen können. Eine solche Musikzapfsäule steht beispielsweise in der Schulbibliothek der Realschule Hörstel, die über eine AG fest in den Stundenplan integriert ist und von einer Lehrkraft kontinuierlich begleitet wird. In der AG arbeiten die Jugendlichen während der Unterrichtszeit als Musikredakteure, in dem sie CC-Musik über das Blog http://musikzapfsaeule.de/ bewerten, verbreiten und dabei auch unbekannte bzw. lokale Musiker(innen) und Musikgruppen vorstellen. Diese Musik darf mit Erlaubnis der Bands kopiert und weitergegeben werden. Motto des Projekts:  für alle Veröffentlichungen müssen auch die Rechte vorliegen, egal ob es sich um ein Klassenzimmer in einer Schule oder um einen Freizeitraum in einer Jugendeinrichtung handelt, d. h. im Zweifelsfall müssen immer die Urheber angeschrieben werden. Darüber hinaus lernen die Jugendlichen den Umgang mit einem Content-Management-System und die Vorteile von CC-Musik kennen, die veröffentlicht und im Rahmen der Lizenzen auch weiterentwickelt werden darf.

Das Projekt bietet in Zusammenarbeit mit der Initiative Eltern + Medien Elternabende zum Thema an und organisiert für Lehrer, Schulen und Teams von Jugendeinrichtungen Medienkompetenztage. Die Musikzapfsäule kooperiert dabei mit unterschiedlichen Einrichtungen (Filmothek der Jugend, LAG Lokale Medienarbeit NRW oder Aktion Jugendschutz) und stellt ihre Angebote teilweise auch kostenlos zur Vefügung.

The real living snake – Medienkompetenz praktisch umgesetzt

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Sep 252012
 

(c) Clemens Mirwald / pixelio.de

Die Filmproduktion „The real living snake“ ist ein Unterrichtsprojekt und wurde von den Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtkurses Gesellschaftslehre/Informatik des Jahrgangs 8 des Elsa-Brändström-Gymnasiums Oberhausen unter Leitung von Marco Fileccia in Kooperation mit dem Lichtburg-Kino Oberhausen im Frühjahr 2011 durchgeführt.

Der in Stop-Motion-Technik gedrehte Trickfilm setzt sich auf humorvolle und kreative Weise mit dem Computerspiel „Snake“ auseinander und zeigt, dass das Nachdenken über Computerspiele mit filmischen Ausdrucksmitteln sehr gut gelingen kann. Die Idee zum Trickfilm entstand im Unterricht während der Beschäftigung mit dem Thema Computerspiele und der Frage nach den Spielprinzipien, die Computerspielen wie „Snake“ zugrunde liegen. Inspiriert von dem Franzosen Guillaume Reymond, der Computerspiele mit Personen nachspielt, hatte der Kurs sich vorgenommen, das Spiel „Snake“ als Trickfilm nachzuspielen. Die Lichtburg Oberhausen stellte für drei Vormittage den großen Kinosaal zur Verfügung. Ausgestattet mit Kamera, Stativ und professioneller Beleuchtung wurde der Trickfilm in über 5 Stunden mit insgesamt 40 Schülerinnen und Schülern, die sich durch das Kino „schlängelten“, gedreht. Die rund 700 Fotos wurden anschließend am Rechner zu rund einer Minute Film geschnitten.

Das Ergebnis kann auf Youtube angesehen werden: