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Cathrin Bengesser Projektbüro TdM c/o Grimme-Institut

„Ins Internet mit Sicherheit“ Senioren-Initiativen des Verbraucherministeriums stellen sich vor

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Nov 062012
 

(c) Rainer Sturm / pixelio

Einen Alltag ohne Internet? Auch für viele Senior(inn)en ist dies kaum vorstellbar. Ältere Menschen wollen sich „sicher“ im Netz bewegen können. Diesem Anliegen trägt das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (MKULNV) gemeinsam mit Projektpartnern mit innovativen Bildungsangeboten wie „Forum 60plus – Ins Internet mit Sicherheit“ und „Internet-Tutoren qualifizieren – Initiative zur Steigerung der kompetenten Internetnutzung Älterer in NRW“ Rechnung.

Um die Chancen und Risiken der Internetnutzung für Ältere, aber auch darum, wie ihnen der medienkompetente Zugang zum Internet ermöglicht werden kann, wird es am Tag der Medienkompetenz im Verbrauchertalk mit Vertertern des Ministeriums und der Landesseniorenvertretung NRW e.V. gehen.

In der Ausstellung können sich die Besucher(innen) genauer über die Aktivitäten des MKULNV im Bereich des Verbraucherschutzes zur Stärkung der Medienkompetenz älterer Menschen informieren. Diverse Informationsmaterialien auch von Kooperationspartnern (Verbraucherschutzorganisationen) stehen zur Verfügung.

Eine weitere gelungene Initiative für Senioren ist der „Senioren Hilfe beim Computer Iserlohn e.V.“ den Thorsten Schick (MdL, CDU) im Rahmen einer Aktion vor Ort besuchte.

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Dr. Paula Bleckmann und Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke – Die Expertinnen zum Thema „lernen“ stellen sich vor

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Nov 052012
 

Medien so früh wie möglich in der Erziehung und Bildung von Kindern einsetzen, um ihnen die Teilhabe an der digitalen Welt zu ermöglichen oder gefährdet das (zu) frühe Heranführen von Kindern an Computer und Co. den Bildungserfolg von Kindern? In der Diskussion um Chancen, Risiken und Auswirkungen von digitalen Medien auf unser Leben sind Kinder und ihr Mediengebrauch oft im Zentrum der Kontroverse. In den drei Debatten am Nachmittag des Tags der Medienkompetenz am 26. November im Landtag sollen die wichtigsten Fragen diskutiert werden, die sich uns in der Welt von sozialen Netzwerken, Smartphones und Computerspielen stellen. Eine davon: Was und wie sollten Kinder heute und in Zukunft über Medien lernen?

Zwei sehr unterschiedliche Einschätzungen zu dieser Frage werden die Expertinnen zum Thema „lernen“ in der Debatte am Tag der Medienkompetenz vertreten. Dr. Paula Bleckmann, die derzeit am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen zu Computerspielsucht forscht, warnt in ihrem aktuellen Buch „Medienmündig“ vor zu frühem Medienkonsum. Dr. Gudrun Marci-Boehncke, Professorin für Elementare Vermittlungs- und Anwendungsaspekte im Fach Deutsch/Literaturwissenschaft an der TU Dortmund plädiert für eine konstruktive Anpassung des Lernens an die digitale Welt, indem Computer offensiver in allen Bildungseinrichtungen – von der Kita an – eingesetzt werden.

Klicken Sie auf ein Portraitfoto, um nähere Informationen zu der Expertin zu erhalten:

                                                                         Dr. Paula Bleckmann                                                                       Prof. Dr. Gudrun Marci-Boehncke

 

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9. Aktion vor Ort mit Lothar Hegemann (MdL, CDU) am 7. November

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Nov 052012
 

MdL Lothar Hegemann (CDU)

Im Rahmen der „Aktionen vor Ort“ des „Tags der Medienkompetenz“ (26. November 2012, Düsseldorf) diskutiert Lothar Hegemann (MdL, CDU-Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien) mit Eltern des Petrinum Gymnasiums Recklinghausen über Computerspiele und die Medienerziehung von Jugendlichen.

Bei einem Elternabend stehen die neuen Medien im Mittelpunkt. Michael Rembiak, Lehrer und Referent im Netzwerk „Eltern – Medien – Jugendschutz“ und Experte für medienpädagogische Elternarbeit, referiert über Computerspielnutzung und Medienerziehung von Jugendlichen. Zusammen mit ausgebildeten Medienscouts der Schule stellt er den Eltern wichtige Ergebnisse vor, die im Anschluss gemeinsam diskutiert werden. Daneben können Eltern und Jugendliche in einem Spielparcours, den Schülerinnen und Schüler der Schule entworfen haben, gemeinsam Computer- und Konsolenspiele testen.

Das Petrinum Gymnasium bietet regelmäßig Elternabende zu Medienthemen an. Darüber hinaus gibt es eine AG „Safer Internet“ sowie Spieletestergruppen in Kooperation mit dem Spieleratgeber NRW. Schülerinnen und Schüler können an der Schule auch den Europäischen Internetführerschein erwerben und lernen, was sie gegen Cybermobbing unternehmen können.

Der Besuch Lothar Hegemanns findet im Rahmen der „Aktionen vor Ort“ des „Tags der Medienkompetenz 2012“ statt. Dabei besuchen Landtagsabgeordnete eine ausgewählte Medieneinrichtung in ihrem Wahlkreis oder darüber hinaus und diskutieren über aktuelle medienpolitische Themen. „Wir wollen Politik und Medienbildungseinrichtungen zusammenbringen und so den Diskurs fördern“, so Dr. Harald Gapski, Projektleiter des Tags der Medienkompetenz (TdM).

 

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Nov 022012
 

v.l.n.r. Gabriele Gratz-Stötzer (Leiterin der Stadtbibliothek Rheinberg), Dr. Harald Gapski (Projektleiter TdM), Marie-Luise Fasse (MdL, CDU), Vera Thuleweit (Leiterin des Kulturbüros Rheinberg).

In ihren frisch renovierten Räumen begrüßten die Leiterin der Stadtbibliothek Rheinberg Gabriele Gratz-Stötzer und die Leiterin des Rheinberger Kulturbüros Vera Thuleweit die Abgeordnete Marie-Luise Fasse, um ihr im Rahmen einer „Aktion vor Ort“ zeigen zu können, was sich auch virtuell in letzter Zeit in der Bibliothek verändert hat. Dass dies ein langer, aber gleichermaßen spannender Vormittag werden würde, zeigte sich schon beim Blick auf die Poster und Informationsblätter, die in der Bibliothek Angebote, wie die „Onleihe“, die Kataloganreicherung oder die Ausleihe von E-Book-Readern bewerben. Gleich zu Anfang machte Marie-Luise Fasse deutlich, dass Bibliotheken für sie zu den wichtigsten Einrichtungen der Medienbildung zählen. Denn durch ihr Wissensangebot und Engagement für die Leseförderung würden hier überhaupt erst die Grundlagen für medienkompetentes Handeln gelegt.

„Onleihe“ und E-Book-Reader – Neue Medien mit Mehrwert

Durch Investitionen, wie das Pilotprogramm „Lernort Bibliothek“ der Landesregierung, können auch kleine Bibliotheken, wie die Rheinberger Stadtbibliothek, den Weg in die digitale Zukunft wagen. Dabei gehe es aber nicht darum, „neue“ Medien in den Bestand aufzunehmen, nur weil sie neu sind, sondern Ziel sei immer, einen echten Mehrwert für den Kunden bieten zu können, so Vera Thuleweit, die von Seiten des Kulturbüros die Aktivitäten der Stadtbibliothek Rheinberg begleitet.

Einen solchen echten Mehrwert hat die Bibliothek zunächst mit der Einführung der „Onleihe“ im Verbund mit den Bibliotheken in Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn und Moers 2010 geschaffen. So konnte Gabriele Gratz-Stötzer z.B. von einer Kundin berichten, die sich per Onleihe nicht nur neue Bücher, sondern auch deutsche Tagespresse in ihre zweite Heimat Spanien holt. Genauso begeistert wurde die E-Reader-Ausleihe angenommen: „Seit dem Nachmittag im Jahr 2011 an dem der erste der zehn E-Book-Reader der Bibliothek Rheinberg ausgeliehen wurde, kam keiner mehr zurück ins Haus“, freute sich die Leiterin der Bibliothek. Ziel sei aber nicht, das Buch zu verbannen, sondern das Lesen zu erleichtern, machte Vera Thuleweit deutlich: Ältere Leser(innen) könnten durch die Reader auf bequeme Schriftgrößen vergrößern oder Titel lesen, die gedruckt auf Dauer zu schwer in der Handhabung würden.

E-Books und Bücher: Gleich für die Leser, aber nicht gleich vor dem Gesetz

Bei allen Vorteilen, bereiten die E-Books den Bibliotheken aber auch neue Probleme. Zwar macht es für den Leser keinen Unterschied, ob er das Buch in der Hand oder auf dem Bildschirm hat; rechtlich aber sehr wohl. Mühsam müssten mit einzelnen Verlagen Lizenzverhandlungen geführt werden, um Titel als E-Book in der Bibliothek anzubieten. Gabriele Gratz-Stötzer zeigte sich besorgt, dass Bibliotheken deswegen die Hoheit über ihr eigenes Angebot verlieren könnten und den Wünschen der Kunden aufgrund von Rechtsbeschränkungen nicht mehr nachkommen könnten. Hier sieht Marie-Luise Fasse ebenfalls politischen Handlungsbedarf.

Der Bibliotheksblog – Ein neues Angebot in Rheinberg

Auch bei ihrem neuesten Angebot dem Bibliotheksblog haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit rechtlichen Unsicherheiten zu kämpfen, aber sie nehmen sich selbst „Lernort Bibliothek“ zum Motto und lernen u.a. durch die Fortbildungen der „Zukunftswerkstatt Kultur- und Wissensvermittlung e.V.“ mit den Möglichkeiten des Web 2.0 umzugehen. „Über den Blog möchten wir unsere neuen Medienkompetenzen auch an die Kunden weiter geben“, erklärt die Leiterin. Überhaupt stecke hinter „Lernort Bibliothek“ die Idee des lebenslangen, individuellen, informellen Lernens. Dieses solle aber nicht nur allein im stillen Kämmerlein erfolgen, sondern durchaus in der Öffentlichkeit der Bibliothek, die durch ihre Angebote, ihre Kompetenzen und ihre Atmosphäre zum Erfolg beiträgt.

Die Bibliothek, ein „Lernort“ fürs Leben

Gerade in einer Zeit, in der über das Internet immer mehr Informationen verfügbar sind, sind Lese- und Informationskompetenz zwei grundlegende Komponenten von Medienkompetenz. Marie Luise-Fasse begrüßte daher die Recherchetrainings und Beratungsangebote der Bibliothek für Schüler, die diese in Zukunft gerne ausbauen würde: „Hier ist so viel Kompetenz vorhanden. Das muss man nützen!“ Gleichzeitig wünschte sich Gabriele Gratz-Stötzer von der Politik, dass Bibliotheken in der Öffentlichkeit stärker als Bildungsinstitutionen wahrgenommen werden.

Poster in der Stadtbibliothek Rheinberg

Poster in der Stadtbibliothek Rheinberg

Im Projekt Tag der Medienkompetenz sieht Marie-Luise Fasse die Chance, Aufmerksamkeit für die Themen und Probleme sowie für die vielfältigen Aktivitäten von Bibliotheken in Sachen Medien- und Informationskompetenz zu erzeugen. Sie begrüßt z.B., dass in der Debatte um das Thema „lernen“ zwei gegensätzliche Positionen zu Wort kommen, denn bei allen Möglichkeiten der neuen Medien gelte: „Es gibt auch problematische Entwicklungen. Hier hat die Politik eine Verantwortung.“ Lernort Bibliothek wird sich am 26. November auch in der Ausstellung im Landtag präsentieren und zum Schmökern auf E-Book-Readern und Tablets einladen sowie die Kataloganreicherung vorstellen, die es Lesern möglich macht, ihre Rezensionen und Empfehlungen in den Bibliothekskatalog einzustellen.

Bei einer abschließenden Führung durch die neu gestaltete Bibliothek konnte Marie-Luise Fasse u.a. noch das Angebot der Bibliothek für Kinder und Jugendliche kennen lernen: Sitzecken laden zum Lesen und Vorlesen ein; Jugendliche werden z.B. mit CDs, Zeitschriften und altersgerechten Titeln in der „Young Corner“ angesprochen. Dass die Bibliothek tatsächlich ein Ort der Mediennutzung auch für sie ist, bewiesen leise Hip-Hop-Beats aus der Leseecke.

Schon mal von trojanischen Mäusen gehört?

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Okt 292012
 

(c) Günther Schad / pixelio.de

Eine neue coole App, mit der man Gitarrenakkorde spielen kann: einfach downloaden, oder? Eine Computermaus als Werbegeschenk fürs Büro: schöne Idee, oder? „Geheim“: Ein Passwort für alle Fälle, oder?

Gemeinsam mit dem Institut für Internet-Sicherheit der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen erarbeitet der Landespräventionsrat derzeit sechs Kurzfilme zum Thema „Cybercrime“. Sie sollen Bürger(innen) für die Fallen sensibilisieren, die ihnen Kriminelle im Internet stellen. Die Filme zeigen in kurzen Geschichten, wie Jugendliche, Geschäftsleute, Senioren oder Verbraucher auf betrügerische Tricks im Internet herein fallen. Experten vom Institut für Internet-Sicherheit erklären, wer sich hinter trojanischen Mäusen verstecken kann, welche unerwünschten Zusatzfunktionen man sich mit manchen Apps auf’s Smartphone holen kann oder welche Folgen schlecht gewählte Passwörter haben können.

Die Clips werden am Stand des Landespräventionsrats in der Ausstellung präsentiert beziehungsweise im Kinoprogramm am Tag der Medienkompetenz zu sehen sein.

Der Landespräventionsrat berät als unabhängiges Gremium die Landesregierung in übergreifenden Fragen der Kriminalprävention. Ihm gehören von mehreren Ressorts der Landesregierung entsandte Fachleute und Vertreter verschiedener gesellschaftlicher Organisationen an. Er verzahnt staatliches Handeln mit zivilgesellschaftlichem Engagement. Die Prävention von Internet- und Computerkriminalität ist eines der Schwerpunktthemen des Landespräventionsrats.

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Surfen mit Apfelkuchen

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Okt 192012
 

v.r.n.l.: MdL Thorsten Schick (CDU), Hans Höttler (SHCIS e.V.), Frauke Jacobsen (Staatskanzlei NRW)

Jede Woche treffen sich die Mitglieder des Senioren Hilfe beim Computer Iserlohn e.V. (SHCIS) zu „Surfen und Kuchen“. Auch Gäste sind beim wöchentlichen, offenen Internetcafé willkommen und so gab es am 18. Oktober Besuch von MdL Thorsten Schick (CDU). Er freue sich, dass die Aktionen vor Ort Abgeordneten die Möglichkeit bieten, Medienkompetenzinitiativen in ihrer Nachbarschaft kennen zu lernen und mit den Menschen in Kontakt zu kommen, die hier aktiv sind. In seinem Fall sogar wortwörtlich, denn er arbeitete früher für die Lokalfunkredaktion „Radio MK“, nur einen Steinwurf von den Räumen des SHCIS e.V. entfernt. Ebenso betont Schick, dass Medienkompetenz nicht nur für Schüler immer wichtiger werde, sondern für alle, die sich im Internet bewegen: „Auch Menschen im Ruhestand können nicht mehr sagen: ‚Das interessiert mich nicht!‘“

„Da werden Sie geholfen!“

Beim SHCIS trifft man auf Senioren, die sich dafür interessieren: In den 80er Jahren sei er nach anfänglicher Skepsis zum Computer gekommen, erzählt der Vereinsvorsitzende Hans Höttler. Um Senioren die Angst vor dem PC zu nehmen und den Mitgliedern eben „Hilfe beim Computer“ anbieten zu können, wenn Probleme auftauchen, gründete der 71-jährige ehemalige Fotojournalist 2005 den SHCIS e.V. Sein Motto: „Da werden Sie geholfen!“ Aber auch seine Passion für Fotografie teilt er mit den Mitgliedern, indem er Kurse für digitale Fotografie, Bildbearbeitung und multimediale Fotoshows anbietet. An der Wand sind die digital geschaffenen Werke zu bewundern.

Auch wenn es hier nicht so genannt wird: Medienkompetenz ist das Thema des SHCIS e.V. Die Senioren lernen mit der Technik umzugehen, aber genauso wird gezeigt, wo Vorsicht geboten ist. Bei Kaffee und hausgemachtem Apfelkuchen mit Schlagsahne berichtet Hans Höttler, dass auch er selbst schon Erfahrungen mit Abzocke im Internet gemacht hat: Über die SIM-Karte seines Surfsticks wurde ihm ungewollt Geld abgezogen. Passiert einem der Mitglieder so etwas, kann er sie nun beraten. Leider sei dies oft der Fall.

Gemeinsam kreativ am Computer

Die Räume des SHCIS e.V. sind mit Laptops und PCs ausgestattet, die durch die Gebühren für Computerkurse finanziert wurden. Wie üblich wird an ihnen auch beim Besuch von Thorsten Schick im Anschluss an den Apfelkuchen gesurft, gespielt oder weiter an eigenen Projekten wie Fotobüchern oder individuell gestalteten HTML-E-Mails gearbeitet. Eine der Seniorinnen zeigt Thorsten Schick z.B. wie sie die Bilder ihres letzten Bodensee-Urlaubs bearbeitet und in eine Dia-Show verwandelt. Eine der gemeinsam erarbeiteten Dia-Shows von der Fürwigger Talsperre im Märkischen Kreis, führt Hans Höttler vor und erklärt, dass dabei stets darauf geachtet wird, nur eigene Bilder und freie Musik zu verwenden.

Zum Abschied lädt Thorsten Schick die Mitglieder des SHCIS e.V. ein, ihm im Gegenzug bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen, wenn sie am 26. November beim Tag der Medienkompetenz im Landtag sind.

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Pad statt Papier

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Okt 112012
 

Um ein Schulbuch zu digitalisieren, reicht es nicht, einfach die Seiten einzuscannen. Die digitale Version eines gedruckten Schulbuches sollte auch einen Mehrwert haben, der die Möglichkeiten des digitalen Formats ausnützt.

Viertklässler der Gutenberg-Grundschule in Düsseldorf haben solch ein digitales Schulbuch selbst entwickelt, indem sie die Printversion des Buches „Sicher im Internet in der Grundschule“ digital aufbereitet haben. Die Kinder haben z. B. Texte des Buches selbst eingesprochen, so dass man sich das Buch vorlesen lassen kann. Außerdem haben sie kommentierte Präsentationen und Screencasts – bewegte Mitschnitte des Computerbildschirms – als Filme eingebunden. In einem selbst erstellten Glossar erklären die Kinder mit eigenen Worten Fachbegriffe wie „Passwort“, zu denen sie selbst über eine Kindersuchmaschine recherchiert haben. Um ihr eigenes Wissen zum Thema Internet zu prüfen, haben die Kinder zusätzlich ein eigenes Quiz entwickelt. Das Buch ist für Schüler(innen) der Klassen 3 und 4 geeignet.

Dirk Küpper, der mir den Kindern das Projekt im offenen Ganztagsunterricht durchgeführt hat, stellt die Arbeit seiner Schüler(innen) in diesem Video vor.

Mit dem Schulbuchprojekt haben die Schüler(innen) einen Großteil der Kompetenzen im Umgang mit Medien erworben, die im Medienpass NRW angelegt sind. Diese reichen von der technischen Bedienung über Recherche und Präsentation bis hin zur kritischen Reflektion der eigenen Mediennutzung. Mit dem Medienpass arbeiten dieses Schuljahr mehr als 3.000 Grundschulklassen in NRW.

In der Ausstellung am Tag der Medienkompetenz können die Besucher(innen) das interaktive und multimediale Schulbuch anschauen und es sich von beteiligten Schülern erklären lassen. Der Medienpass NRW wird im Bühnenprogramm vorgestellt.

 Titelbild (c) Lupo / pixelio.de

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Die Einladungen zum Tag der Medienkompetenz sind da!

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Okt 102012
 

Die Einladungsfaltblätter und Plakate zum TdM sind frisch eingetroffen. Natürlich ist auch alles online verfügbar.

Den Überblick über das Programm und das interaktive Angebot am 26. November im Landtag NRW bietet nun das Einladungsfaltblatt zum Tag der Medienkompetenz. Hier gibt es das Bühnenprogramm, die Highlights der Ausstellung, die Experten der Debatten und die Abschlussrunde im Plenarsaal auf einen Blick. Wer sich statt über die Online-Anmeldung lieber per Post oder Fax anmelden möchte, kann das Anmeldeformular aus der Einladung verwenden.

Ganz „plakativ“ gibt’s den Tag der Medienkompetenz auf unseren Postern und auf den Rollups, die derzeit schon bei den Aktionen vor Ort zum Einsatz kommen.

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Wie aus Keksen, Knete und Kuscheltieren „animierte Träume“ werden

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Okt 062012
 

Dr. Harald Gapski (Projektleitung TdM), Frauke Jacobsen (Staatskanzlei NRW), MdL Ernst-Wilhelm Rahe (SPD) und Ulla Ferling (Leiterin Bildungswerk) mit Teilnehmer(inne)n und der Leiterin des Workshops Iris Bönkenheide (3. v. r.)

Im wahrsten Sinne des Wortes eine „alte Bekannte“ ist die Medienwerkstatt Minden-Lübbecke für Ernst-Wilhelm Rahe (MdL, SPD), denn er ist einer der Mitgründer des Vereins im Jahr 1985 und war bis 2009 Geschäftsführer dieser wohl ältesten Medieninitiative im ländlichen Raum. Eingeladen hatte Ulla Ferling, die Leiterin des Bildungswerks für Medien und Kommunikation, Ernst-Wilhelm Rahe zu einer Veranstaltung, die typisch für ihr medienpädagogisches Angebot ist. Wie viele ihrer Qualifizierungskurse zur (kreativen) Arbeit mit Computer, Radio und Film ist auch das Projekt „Animierte Träume“ inklusiv angelegt. Das bedeutet, es richtet sich gleichermaßen an Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung. Auf die unterschiedlichen Fähigkeiten wird Rücksicht genommen; jeder arbeitet nach seinen Möglichkeiten mit. Im Gespräch mit Ulla Ferling betone Ernst-Wilhelm Rahe, dass ihm die Arbeit der Medienwerkstatt auch besonders aufgrund des inklusiven Ansatzes am Herzen liegt: „Inklusion bedeutet Zugang für Menschen mit Behinderung, auch Zugang zu den Medien“.

Um ihre „animierten Träume“ auch sichtbar zu machen, soll der Film im Bürgerfernsehen, auf dem TV-Lernsender nrwision, ausgestrahlt werden. Damit knüpft der Trickfilmworkshop „Animierte Träume“ sowohl an die Dokumentarfilmproduktionen der Medienwerkstatt zum 5. Mai – dem Aktionstag für Inklusion der Aktion Mensch – als auch an das Bürgerradio „Radio Maikäfer“ an, das in Lübbecke schon seit über zehn Jahren produziert wird.

Einen Eindruck von den Ideen und ersten Experimenten der Filmgruppe machte sich Ernst-Wilhelm Rahe im Anschluss an das Gespräch mit Ulla Ferling. Nach dem Kennenlernen am Vortag und einer ersten Einführung durch Workshopleiterin Iris Bönkenheide lernten die zwölf Workshopteilnehmer(innen) am Tag des Besuchs von Herrn Rahe die verschiedenen Möglichkeiten kennen, einen Trickfilm mit der Stopmotion-Technik zu produzieren. Mit selbstmitgebrachten Materialien wie Knetmasse, Kuscheltieren oder Keksen konnten sie testen, wie viele Einzelbilder zusammen in Bewegung kommen und eine Geschichte erzählen können. Manfred Vogt zum Beispiel „reanimierte“ die Legofiguren seines Sohnes und brachte auch gleich die Kulissen mit. Besonders interessant, so eine weitere Teilnehmerin sei für sie die Vermischung von Realität und Erfundenem im Traum. Der Trickfilm sei das richtige Medium dies abzubilden. Aus den Ideen der Teilnehmer(innen) soll ein gemeinsamer Film entstehen, der die vielen Schichten eines Traums abbildet.

Über vier Wochenenden wird an dem Film gearbeitet werden bis zur Premierenfeier in der Medienwerkstatt im November. „Ins Kino“ wird der Film am 26. November kommen, denn er soll Teil des Programms im Landtagskino werden, das am Tag der Medienkompetenz zum Medienkompetenzkino wird. Dass der Tag der Medienkompetenz durch die Aktionen vor Ort nicht nur auf den Aktionstag in Düsseldorf beschränkt ist, sondern auch Medienkompetenzförderung vor Ort sichtbar macht, sei einfach „klasse“, so Rahe.

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Medienkompetenzförderung auf der „juristisch-pädagogischen Intensivstation“

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Okt 052012
 

v.l.n.r: Frauke Jacobsen (Staatskanzlei NRW), Hans-Joachim Klein (Justizministerium NRW), MdL Walburga Benninghaus (SPD), Edwin Pütz (Vollzugsleiter JAA Düsseldorf) und Jens Kronenberg (JAA)

Eigentlich ist die Jugendarrestanstalt Düsseldorf (JAA) ein Ort ohne Medien: kein Handy, kein Mp3Player, kein Internet – „nur Bücherentzug, den gibt es nicht“, erklärt Vollzugsleiter Edwin Pütz. Wenn die jugendlichen Arrestanten zwischen 14 und 21 Jahren, die in der JAA Düsseldorf maximal vier Wochen einsitzen mit ihrer Familie kommunizieren wollen, müssen sie Briefe schreiben. Auch Medienkompetenzförderung findet eigentlich an anderen Orten statt. Trotzdem besucht Walburga Benninghaus, Landtagsabgeordnete aus dem Düsseldorfer Süden (SPD), die Jugendarrestanstalt Düsseldorf im Rahmen des Projekts Tag der Medienkompetenz. Denn hier entstand die Idee zum Projekt Podknast.

Wie es zu „Podknast“ kam …

In ebenso einer Kaffeerunde, wie seine Gäste bei der Aktion vor Ort in einem Pausenraum der JAA sitzen, hätten er und ein Referendar die Idee gehabt mit den Jugendlichen Podcasts für das Internet zu produzieren, beschreibt Pütz den Anfang des Projekts im Jahr 2008: Natürlich musste auch ein knackiger Titel her, denn „www.audioaufnahmen-aus-der-JAA-Duesseldorf.de, das hätte sich ja keiner angehört.“ Hans-Joachim Klein Referent für Öffentlichkeitsarbeit im Justizministerium NRW, der von Anfang an an der Projektentwicklung beteiligt war, ist stolz darauf, dass heute in insgesamt acht Anstalten in Nordrhein-Westfalen Audio- und Videobeiträge für www.podknast.de von jugendlichen und mittlerweile auch erwachsenen Strafgefangenen produziert werden. In manchen Anstalten gäbe es sogar Wartelisten für die Podknastgruppen, in denen die Gefangenen am gesamten Produktionsprozess von der Idee über das Drehbuch bis zu Regie und Schnitt beteiligt sind. Die Inhaftierten lernen also tatsächlich einen Film zu produzieren. Eine Podknast-Folge aus dem Mädchenvollzug in Köln erzählt zum Beispiel, wie eine Inhaftierte zu spät von ihrem Ausgang zurückkehrte. Das Mädchen hat sich selbst gespielt und damit ihr Fehlverhalten reflektiert: „Das ist toll, mehr kann man gar nicht wollen“, so Klein.

Vollzug zeigen „wie es wirklich ist“

Bei den Videos und Podcasts gehe es aber in keinem Fall darum „Potemkinsche Dörfer“ zu zeigen, Zensur wird nicht ausgeübt, versichern Pütz und Klein. Im Gegenteil: Auch Drogen und Gewalt im Knast werden bei Podknast thematisiert. Das sei sowohl von den Beteiligten als auch von den jeweiligen Anstaltsleitern, die letztendlich für die Inhalte verantwortlich sind, sehr mutig, findet auch Walburga Benninghaus. Bei Podknast geht es neben Aufklärung über die Realität des Vollzugs darum, dass sich die Gefangenen sich mit ihrem eigenen Schicksal auseinandersetzen. Er sehe seine Anstalt als „pädagogisch-juristische Intensivstation“, verdeutlicht Pütz. Hier sei der Ort für die Jugendlichen zu erkennen, wer für ihre Situation verantwortlich ist und was sie wirklich empfinden. Die Audios seien das richtige Medium dafür; oft höre er von den beteiligten Jugendlichen „Jetzt, wo ich darüber nachdenke…“. Podknast mache es den Arrestanten möglich, den Wendepunkt, an dem sie sich befinden zu erkennen; manchmal auch unter Tränen aber immer „so wie ihnen der Schnabel gewachsen ist.“ Von der Authentizität und den Gefühle, die die Jugendlichen in den Podcasts preisgeben, ist auch Walburga Benninghaus sehr beeindruckt. Sie empfindet es nicht als Manko, dass in der Arrestanstalt aufgrund der wenigen Zeit, die die Jugendlichen dort verbringen, nur Audio-Podcasts aufgenommen werden: „Die Sprache wirkt! Das wäre auch etwas für’s Radio.“

„Ihr da draußen hört gut zu – we have a message for you and that’s true!“

Die jugendlichen Arrestanten beim Einsprechen ihrer Texte

Ihre Wirkung verfehlen auch die Texte der Jugendlichen nicht, die an diesem Tag zusammen mit Jens Kronenberg (Vollzugsbeamter in der JAA Düsseldorf) einen neuen Podknast-Beitrag einsprechen. Um sie nicht zu beeinflussen hören Frau Benninghaus und die Projektverantwortlichen bei der Aufnahme im improvisierten, aber technisch neu ausgestatteten „Studio“ der JAA nur zu, was die drei Jungs über ihre Zukunftswünsche zu erzählen haben: Ein Job, eine zweite Chance mit der großen Liebe, dem eigenen Kind ein Aufwachsen in Frieden ermöglichen. Die Texte für den Sprechgesang hatten sie am Tag zuvor geschrieben; für einen von ihnen ein Leichtes: Er habe schon seitenweise solcher Texte geschrieben, es sei quasi sein Hobby. Aber auch die anderen schaffen es mit den wenigen Zeilen ihre Gefühle auszudrücken, was alle Anwesenden nachhaltig beeindruckt.

Podknast – live aus der Zelle im Landtag NRW

Der Podknast-Beitrag, der bei der Aktion vor Ort mit Walburga Benninghaus entstand, wird beim Tag der Medienkompetenz am 26. November 2012 gemeinsam mit Videos aus anderen Anstalten präsentiert werden. Hierfür wird aktuell eine originalgetreue Zelle gebaut, die in den Landtag transportiert wird. Vom Tag der Medienkompetenz erhoffen sich sowohl Edwin Pütz und Hans-Joachim Klein als auch Walburga Benninghaus noch mehr Aufmerksamkeit für das Projekt, dass das sie gerne auch in andere Bundesländer exportieren würden. Dass Projekte wie diese aber letztendlich vom Engagement der einzelnen Beteiligten wie Jens Kronenberg, der sich auch um die Aufbereitung der Aufnahmen kümmert und die Jugendlichen anleitet, wurde zum Abschluss noch einmal deutlich.

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