Nov 262012
 

Von Natalie Dayekh

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen“. Mit einem Zitat von Albert Einstein stiegen die zwei Referenten Frank Timmermann und Stefan Tomanek vom Insitut für Internet-Sicherheit in das Thema „Hacking“ ein.

Wem vertrauen wir unsere Daten an und wie durchschaubar sind unsere Passwörter?  Wenn ein Hacker zuschlägt, was geschieht mit den Daten? Diese Fragen wurden beantwortet – und der Vorgang live demonstriert. Kennt man den Benutzernamen eines Mitarbeiters, Schulfreund oder Familienmitglieds, ist ein wichtiges Werkzeug: das Raten. Denn richtig durchdacht sind die meisten Passwörter nicht. Meistens werden banale Begriffe gewählt, vom eigenen Namen bis zum Auto, das man fährt.  Bestätigt wurde dies von den Referenten durch das „Passwort-Scrabble“. Dabei kann in einer Tabelle abgeschätzt werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit bei bestimmten Passwörtern liegt. Die Trefferquote ist höher als man denkt.

Ebenfalls gut zu wissen: Passwörter, die im Wörterbuch stehen, eignen sich nicht zur Sicherheit. Denn durch spezielle Programme kann zu dem jeweiligen Benutzernamen ein Wörterbuch durchlaufen gelassen werden – mit häufigem Erfolg.

Auch tägliche Erledigungen, wie zum Beispiel online eine Bahnfahrt zu buchen, sind für Hacker ein beliebtes Ziel. Durch unverschlüsselte Startseiten können Hacker die Seiten umschreiben oder ergänzen und sich so in die Datenleitung hängen, um eben jene Daten abzufangen – oder zu ändern.

Die Hacker auf der Veranstaltung hackten natürlich nur zu Demonstrationszwecken. Sie wollten darstellen und aufklären, wie wichtig der bewusste Gebrauch von Online-Medien ist und die Gefahren gegenwärtig machen, die den gemeinen Verbraucher umgeben.  Fazit: Ob wir böses zulassen, liegt wohl auch bei uns.

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