Okt 112012
 

Um ein Schulbuch zu digitalisieren, reicht es nicht, einfach die Seiten einzuscannen. Die digitale Version eines gedruckten Schulbuches sollte auch einen Mehrwert haben, der die Möglichkeiten des digitalen Formats ausnützt.

Viertklässler der Gutenberg-Grundschule in Düsseldorf haben solch ein digitales Schulbuch selbst entwickelt, indem sie die Printversion des Buches „Sicher im Internet in der Grundschule“ digital aufbereitet haben. Die Kinder haben z. B. Texte des Buches selbst eingesprochen, so dass man sich das Buch vorlesen lassen kann. Außerdem haben sie kommentierte Präsentationen und Screencasts – bewegte Mitschnitte des Computerbildschirms – als Filme eingebunden. In einem selbst erstellten Glossar erklären die Kinder mit eigenen Worten Fachbegriffe wie „Passwort“, zu denen sie selbst über eine Kindersuchmaschine recherchiert haben. Um ihr eigenes Wissen zum Thema Internet zu prüfen, haben die Kinder zusätzlich ein eigenes Quiz entwickelt. Das Buch ist für Schüler(innen) der Klassen 3 und 4 geeignet.

Dirk Küpper, der mir den Kindern das Projekt im offenen Ganztagsunterricht durchgeführt hat, stellt die Arbeit seiner Schüler(innen) in diesem Video vor.

Mit dem Schulbuchprojekt haben die Schüler(innen) einen Großteil der Kompetenzen im Umgang mit Medien erworben, die im Medienpass NRW angelegt sind. Diese reichen von der technischen Bedienung über Recherche und Präsentation bis hin zur kritischen Reflektion der eigenen Mediennutzung. Mit dem Medienpass arbeiten dieses Schuljahr mehr als 3.000 Grundschulklassen in NRW.

In der Ausstellung am Tag der Medienkompetenz können die Besucher(innen) das interaktive und multimediale Schulbuch anschauen und es sich von beteiligten Schülern erklären lassen. Der Medienpass NRW wird im Bühnenprogramm vorgestellt.

 Titelbild (c) Lupo / pixelio.de

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