Okt 062012
 

Dr. Harald Gapski (Projektleitung TdM), Frauke Jacobsen (Staatskanzlei NRW), MdL Ernst-Wilhelm Rahe (SPD) und Ulla Ferling (Leiterin Bildungswerk) mit Teilnehmer(inne)n und der Leiterin des Workshops Iris Bönkenheide (3. v. r.)

Im wahrsten Sinne des Wortes eine „alte Bekannte“ ist die Medienwerkstatt Minden-Lübbecke für Ernst-Wilhelm Rahe (MdL, SPD), denn er ist einer der Mitgründer des Vereins im Jahr 1985 und war bis 2009 Geschäftsführer dieser wohl ältesten Medieninitiative im ländlichen Raum. Eingeladen hatte Ulla Ferling, die Leiterin des Bildungswerks für Medien und Kommunikation, Ernst-Wilhelm Rahe zu einer Veranstaltung, die typisch für ihr medienpädagogisches Angebot ist. Wie viele ihrer Qualifizierungskurse zur (kreativen) Arbeit mit Computer, Radio und Film ist auch das Projekt „Animierte Träume“ inklusiv angelegt. Das bedeutet, es richtet sich gleichermaßen an Menschen mit Behinderung und ohne Behinderung. Auf die unterschiedlichen Fähigkeiten wird Rücksicht genommen; jeder arbeitet nach seinen Möglichkeiten mit. Im Gespräch mit Ulla Ferling betone Ernst-Wilhelm Rahe, dass ihm die Arbeit der Medienwerkstatt auch besonders aufgrund des inklusiven Ansatzes am Herzen liegt: „Inklusion bedeutet Zugang für Menschen mit Behinderung, auch Zugang zu den Medien“.

Um ihre „animierten Träume“ auch sichtbar zu machen, soll der Film im Bürgerfernsehen, auf dem TV-Lernsender nrwision, ausgestrahlt werden. Damit knüpft der Trickfilmworkshop „Animierte Träume“ sowohl an die Dokumentarfilmproduktionen der Medienwerkstatt zum 5. Mai – dem Aktionstag für Inklusion der Aktion Mensch – als auch an das Bürgerradio „Radio Maikäfer“ an, das in Lübbecke schon seit über zehn Jahren produziert wird.

Einen Eindruck von den Ideen und ersten Experimenten der Filmgruppe machte sich Ernst-Wilhelm Rahe im Anschluss an das Gespräch mit Ulla Ferling. Nach dem Kennenlernen am Vortag und einer ersten Einführung durch Workshopleiterin Iris Bönkenheide lernten die zwölf Workshopteilnehmer(innen) am Tag des Besuchs von Herrn Rahe die verschiedenen Möglichkeiten kennen, einen Trickfilm mit der Stopmotion-Technik zu produzieren. Mit selbstmitgebrachten Materialien wie Knetmasse, Kuscheltieren oder Keksen konnten sie testen, wie viele Einzelbilder zusammen in Bewegung kommen und eine Geschichte erzählen können. Manfred Vogt zum Beispiel „reanimierte“ die Legofiguren seines Sohnes und brachte auch gleich die Kulissen mit. Besonders interessant, so eine weitere Teilnehmerin sei für sie die Vermischung von Realität und Erfundenem im Traum. Der Trickfilm sei das richtige Medium dies abzubilden. Aus den Ideen der Teilnehmer(innen) soll ein gemeinsamer Film entstehen, der die vielen Schichten eines Traums abbildet.

Über vier Wochenenden wird an dem Film gearbeitet werden bis zur Premierenfeier in der Medienwerkstatt im November. „Ins Kino“ wird der Film am 26. November kommen, denn er soll Teil des Programms im Landtagskino werden, das am Tag der Medienkompetenz zum Medienkompetenzkino wird. Dass der Tag der Medienkompetenz durch die Aktionen vor Ort nicht nur auf den Aktionstag in Düsseldorf beschränkt ist, sondern auch Medienkompetenzförderung vor Ort sichtbar macht, sei einfach „klasse“, so Rahe.

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