Sep 032012
 

Nicht wie das Fernsehen es darstellt, sondern wie es wirklich ist, im Gefängnis zu sein, zeigt das Medienprojekt Podknast des Justizministeriums NRW. Am Tag der Medienkompetenz sogar in einer originalgetreuen Zelle.

Im Knast zu sitzen ist nicht „cool“ und das Leben dort nicht wie das der Häftlinge aus Hollywood. Das zeigen die Insassen mehrerer Justizvollzugsanstalten in NRW selbst, im Videopodcast aus dem Knast, dem „Podknast“. Thema ist der Alltag im Gefängnis. Gezeigt wird „wie es wirklich ist“, z. B. aus dem Gefängnis entlassen zu werden.

Am Tag der Medienkompetenz werden Videopodcasts aus dem Projekt live aus der Zelle präsentiert. Eine originalgetreue Knastzelle wird im Landtag aufgebaut werden – mit original Zellentür und Mobiliar. Gerade wird an der Zelle noch gebaut; die Gitter sind schon dran.

Ziel des Projektes ist es, die jungen Strafgefangenen dazu zu bewegen, sich mit sich selbst, ihrer Geschichte aber auch mit ihrem kriminellen Verhalten und den Ursachen hierfür auseinander zu setzen. An der Auswahl der Themen, der inhaltlichen Gestaltung und der technischen Umsetzung sind die Jugendlichen beteiligt. Dadurch erlangen sie Fähigkeiten im Umgang mit Bild, Licht und Ton und lernen auch, wie man (s)eine Geschichte medial erzählt. Das geht z.B. auch in Form eines Musikvideos.

Mehr Podknast gibt es im YouTube-Kanal des Projekts und auf der Website www.podknast.de.

Am Projekt beteiligt sind die  Haftanstalten Aachen, Detmold, Heinsberg, Herford, Iserlohn, Köln (Frauenvollzug), Siegburg und Wuppertal-Ronsdorf sowie die Jugendarrestanstalt Düsseldorf. Technisch unterstützt wird Podknast von der Fachhochschule Aachen und dem Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen.

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