Aug 292012
 
Radio

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Im Rahmen des Tags der Medienkompetenz 2004 hat das Bielefelder Schüler-Radio Hertz junior Prof. Dr. Uwe Sander gefragt, was man eigentlich über Medien lernen muss, um medienkompetent zu sein. Seitdem sind noch mehr Medien in unseren Alltag gekommen, was den medienkompetenten Umgang mit ihnen noch notwendiger macht. 

Erst Zeitung, dann Radio, Fernsehen und seit den 90ern Internet. Wir nutzen immer mehr Medien, aber wissen wir auch wie wir durch die Medien, z. B. die Werbung, benutzt werden? „Dieses Wissen, nennt man Medienkompetenz.“ So beschreibt es dieses Feature aus der Schülersendung des Bielefelder Campusradios.

Radiofeature „Lernen gestern, heute, morgen – Medienkompetenz(erwerb)“
Radio-Beitrag von Hertz junior, Mediengruppe beim TdM 2004

Je mehr Medien in unseren Alltag eindringen, desto wichtiger ist Medienkompetenz, erklärt Uwe Sander von der Fakultät für Erziehungswissenschaft an der Universität Bielefeld im Interview mit Radio Hertz junior: Neue Medien kennen und nutzen lernen Kinder- und Jugendliche auch über ihre Freunde, kritisch mit ihnen umzugehen, dass kann aber nur die Schule vermitteln, sagt Uwe Sander.

Der Beitrag von Hertz junior entstand im Rahmen des TdM 2004. Seit dem sind die „sozialen Medien“ zu unserer Medienvielfalt dazu gekommen und das Internet auch durch die Verbreitung von Smartphones für Jugendliche noch alltäglicher geworden. Nutzten 2004 schon 58 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren das Internet täglich oder mehrmals pro Woche (JIM 2004, S. 33),  sind es 2011 90 Prozent (JIM 2011, S. 31). Die mobile Internetnutzung in Deutschland, hat sich in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt (ARD/ZDF-Onlinestudie 2012). Vor dem Hintergrund von Uwe Sanders Position bedeutet das: Mit mobilen Endgeräten oder sozialen Online-Netzwerken usw. kommen Kinder und Jugendliche täglich in Kontakt. Wie man sie bedient und was im social web gerade Trend ist, lernen sie von ihren Freunden. Den kritischen – medienkompetenten – Blick auf ihre Alltagsmedien müssen sie aber „von außen“, z. B. in der Schule lernen.

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  2 Antworten zu “Medienkompetent sein, was heißt das eigentlich?”

  1. „Medienkompetenz ist Blödsinn“, sagt Manfred Spitzer in der Log In-Sendung „Klicken wir uns das Gehirn weg?“ vom 29. Aug. 2012. Das ist doch mal ein gutes Ausgangsmotto für den Tag der Medienkompetenz, oder?
    Viele Grüße
    Rapido

    • Na ja, so bedingt. Er sorgt zwar für Diskussionen, aber von dort geht es nicht weiter. Beim TdM wollen wir uns darüber verständigen, wie man Medien sinnvoll nutzen kann, ohne sich „das Hirn wegzuklicken“. Wir freuen uns schon auf die Diskussion.

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